Ratgeber
Zahnprothese: Welche Arten es gibt und was Sie selbst zahlen
Fehlen mehrere oder alle Zähne, ist eine Prothese oft die passende Lösung. Die Kosten unterscheiden sich je nach Art deutlich – und damit auch Ihr Eigenanteil. Ein Überblick über die gängigen Varianten.
Die gängigen Arten von Zahnprothesen
Ihre Zahnarztpraxis empfiehlt die passende Lösung nach Ihrem Befund. Häufig sind:
- Vollprothese (Totalprothese): ersetzt alle Zähne eines Kiefers und hält durch Saugwirkung
- Teilprothese mit Klammern (Modellgussprothese): wird an vorhandenen Zähnen befestigt
- Teleskop- oder Geschiebeprothese: hält über Kronen auf den eigenen Zähnen, mit unauffälliger Verankerung
- Implantatgestützte Prothese: wird auf Implantaten befestigt und sitzt besonders fest
Wovon die Kosten abhängen
Die Gesamtkosten setzen sich aus den zahnärztlichen Leistungen und den Material- und Laborkosten zusammen, denn jede Prothese wird im Dentallabor individuell gefertigt. Entscheidend sind die Art der Prothese, die Zahl der verbleibenden Zähne, nötige Vorbehandlungen und die verwendeten Materialien. Verlässliche Zahlen liefert nur Ihr persönlicher Heil- und Kostenplan.
Was die Krankenkasse zahlt
Die Krankenkasse zahlt den Festzuschuss für Ihren Befund: derzeit 60 Prozent der Kosten der Regelversorgung, mit Bonusheft 70 bzw. 75 Prozent, im Härtefall bis zu 100 Prozent. Für einen zahnlosen Kiefer ist die Vollprothese die Regelversorgung; mit Bonus oder im Härtefall bleibt dafür oft ein überschaubarer Eigenanteil.
Teleskop- und implantatgestützte Prothesen gehen je nach Befund ganz oder teilweise über die Regelversorgung hinaus. Die Kasse zahlt auch hier den Festzuschuss für Ihren Befund; die Mehrkosten tragen Sie selbst. Nach Berichten von Fachportalen sollen die Zuschüsse ab 2027 sinken – den für Sie geltenden Stand nennt Ihnen Ihre Krankenkasse.
Unterfütterung und Reparaturen
Weil sich der Kiefer mit der Zeit verändert, muss eine Prothese gelegentlich unterfüttert oder repariert werden. Auch dafür gibt es Festzuschüsse der Krankenkasse. Fragen Sie Ihre Praxis, mit welchem Aufwand Sie bei Ihrer Variante rechnen sollten.
Den Eigenanteil in Raten zahlen
Wird Ihre Prothese in einem Lexmann-Partnerlabor gefertigt, vermitteln wir eine Finanzierung Ihres Eigenanteils mit 0,00 % effektivem Jahreszins und 6 bis 60 Monatsraten, ab 100 €. Beispiel: 1.800 € über 18 Monate ergeben eine Rate von 100 €. Die Kreditentscheidung trifft die Bank.
Häufige Fragen
Was kostet eine Zahnprothese?
Das hängt von der Art der Prothese, Ihrem Befund und den Materialien ab. Ihre genauen Kosten und den Zuschuss der Krankenkasse sehen Sie im Heil- und Kostenplan.
Zahlt die Krankenkasse eine Vollprothese?
Sie zahlt den Festzuschuss für die Regelversorgung, beim zahnlosen Kiefer ist das die Vollprothese. Mit Bonusheft steigt der Zuschuss, im Härtefall kann er die Kosten der Regelversorgung vollständig decken.
Kann ich eine Teleskopprothese in Raten zahlen?
Ja, wenn sie in einem Lexmann-Partnerlabor gefertigt wird: Wir vermitteln eine Finanzierung mit 0,00 % effektivem Jahreszins und 6 bis 60 Monatsraten, Bonität vorausgesetzt.